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Unentschlossen Anlegerin mit Assets

Finanz-Erfolg im eigenen Business: Die 7-Schritte-Taktik für Entrepreneurinnen und Gründerinnen

Finanz-Erfolg im eigenen Business: Das ist für Entrepreneurinnen eine ständige Herausforderung. Kein Wunder. Vielleicht stehen Sie gerade vor der Gründung und wollen endlich durchstarten mit Ihrer Geschäftsidee. Sie brennen darauf loszulegen. Aber: das Thema Finanzen raubt Energie. Erst der Business-Plan und dann die Buchhaltung. Dabei sind in Ihrem Business doch ganz andere Themen wichtig im Moment.

Oder aber Sie sind schon länger im Business unterwegs als Entrepreneurin oder Freiberuflerin. Das Tagesgeschäft fordert Ihre ganze Zeit und Kraft. Vor allem, wenn es auch eine Familie gibt in Ihrem Leben. Ihre eigene Vorsorge fällt dann ganz leicht hinten runter.

Zudem gibt es Risiken, die wie Bärenfallen am Wegesrand lauern. 😉 Die können Ihren Erfolg nachhaltig beeinträchtigen. Alles nicht so einfach.

Die 7-Schritte-Taktik: das Tool für Ihren finanziellen Erfolg

Eine gute Organisation Ihrer Finanzen ist das A und O für Ihr Business. Mit der 7-Schritte-Taktik können Sie einige der Bärenfallen rechtzeitig aufspüren und Vorsorgemaßnahmen treffen. So sind Sie gut gerüstet für Ihr Business. Auch dann, wenn doch mal nicht alles so glatt läuft

1. Schritt: Das Finanzielle Mindset für Ihren Finanz-Erfolg im eigenen Business

Finanzerfolg für Entrepreneurin Kati

In der Gründungsphase bekommt das Thema Geld für angehende Unternehmerinnen und Selbstständige eine neue Bedeutung. Während Geld vorher planbar war und regelmäßig auf dem Konto einging, werden nun die Karten neu gemischt.

Vorsicht vor emotionalen Hemmschuhen

Jetzt – als Entrepreneurin –  müssen Sie völlig neue finanzielle Herausforderungen meistern. Damit verbunden sind Gefühle wie Euphorie und Zuversicht oder Zweifel und Ängste, wenn es mal nicht so gut läuft.

Vieles was Sie bisher über Geld erfahren und gelernt haben, könnte für Ihren Finanz-Erfolg im eigenen Business hilfreich sein. Oder es könnte Ihnen im Weg stehen. Geld ist hochgradig emotional belegt. Unreflektiert mischen sich leicht alte Überzeugungen, Erfahrungen und unverarbeitete Verletzungen aus der Kindheit mit scheinbar rationalen Überlegungen. Negative Erfahrungen mit Geld können alte Gefühle wieder aktivieren. Die wirken dann in Ihrem Business wie Hemmschuhe.

Vorsicht Autopilot

Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass ungefähr 95 % aller Entscheidungen automatisiert und unreflektiert getroffen werden. Das kann bei Finanzentscheidungen sowohl im Business wie im Privaten fatale Folgen haben. Wenn es um das finanzielle Mindset geht, sind wir Menschen ziemlich betriebsblind .   😉

Fatale Folgen einer ungeklärten Geldbeziehung

Eine ungeklärte Geld-Beziehung  und eine mangelnde Eigenvorsorge können für Ihren Finanz-Erfolg im eigenen Business fatale Folgen haben. Egal ob eine übertriebene Sparsamkeit Sie davon abhält, notwendige Investitionen zu tätigen. Oder ob eine übertriebene Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft Sie in die Liquiditätsklemme treiben: Es könnte beruflich Ihr Ende sein, bevor es richtig begonnen hat.

Mein Tipp: Stellen Sie Ihre Geldbeziehung auf den Prüfstand. 

Ein Finanzcoaching ist eine wundervolle Möglichkeit dazu. Am besten noch vor dem Start ins eigene Business. Spätestens, wenn Sie merken, dass irgendetwas nicht ganz rund läuft. Sprechen Ihr Wissen und Ihr Können einerseits und Ihre Zahlen andererseits eine unterschiedliche Sprache? In dem Fall wird es Zeit, dass Sie sich auf die Suche machen. Nicht nur im Außen, sondern auch im Innen.  😉

Finanzcoaching: Raus aus der Sackgasse

In schwierigen Situationen drehen sich die Gedanken im Kreis. Verharren Sie nicht in der Grübelfalle. Ein professioneller Finanzcoach kann Sie unterstützen. Klären Sie vorher telefonisch ab, welche Qualifikation Ihre oder Ihr Coach mitbringt. Der Begriff ist nicht geschützt und jeder kann sich Finanzcoach nennen. Bei FCM ® Finanzcoaching finden Sie eine Übersicht professioneller Finanzcoaches, die nach ICF Ethik Standards ausgebildet sind. Prüfen Sie vorab für sich, ob die „Chemie“ stimmt. Das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.

2. Schritt.: Finanzielle Ziele: Fundament für Ihren Finanz-Erfolg im eigenen Business

Finanzielle Ziele sind das Fundament für Ihren finanziellen Erfolg als Entrepreneurin. Erfahrungen zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn sie klare Ziele vor Augen haben. Schon Goethe wusste das.

Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe

Warum sind finanzielle Ziele wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Städtereise machen. Wie würden Sie diese Reise angehen?

Spontan ins Auto oder in den Flieger setzen und los?

Auf blauen Dunst und Geradewohl?

Ohne Ziel und ohne Plan?

Oder doch mit Planung und Vorbereitung?

Finanzielle Ziele SMART entwickelnSie hätten höchstwahrscheinlich ein konkretes Ziel vor Augen – die Stadt Ihrer Träume vielleicht. Voller Vorfreude würden Sie Reiseführer, Blogs und Empfehlungen im Internet lesen. Sie würden enthusiastisch Besichtigungen und Ausflüge planen. Wahrscheinlich würden Sie auch schon mal die Übernachtungen buchen. Sicher ist sicher. Und einige von Ihnen würden sich sogar im Reisebüro beraten lassen.

Bei finanziellen Zielen ist das sehr viel schwieriger. Da geht es auch um langfristige Zeiträume. Wie beispielsweise bei der Altersvorsorge. Der finanzielle Planungshorizont reicht aber meistens nur bis zur nächsten Urlaubsreise. Bei den langfristigen Zielen wie Ruhestandsplanung und Vermögensaufbau versagt das System. Für den Urlaub im nächsten Jahr gibt es eine Finanzplanung.  Für die Altersvorsorge gibt es Rechtfertigungen  … 😉

Das ist absolut menschlich. Nur im Alter, da wird es dann zum Problem …

Langfristige Planung: Wenn Mr. Autopilot versagt

Der Grund für das Dilemma: Mit langfristiger Planung ist unser Autopilot namens Mr. Unterbewusstsein schlichtweg überfordert. Darauf hat  die Evolution uns nicht vorbereitet. Und die Schule auch nicht! Die wenigsten von uns haben in der Schule gelernt, wie eine vernünftige Finanzplanung auszusehen hat. Das steht bis heute nicht im Lehrplan. Die meisten Leute waren in der Vergangenheit angestellt und durch die gesetzliche Rente gut abgesichert. Eine Finanzplanung war bei uns nicht erforderlich. Die Zeiten haben sich geändert. Die Lehrpläne in der Schule leider nicht.

Mein Tipp: mit Zielen und Planung den Kurs im Auge behalten:

Oftmals werden langfristige Planungen durch Störungen und Krisen über den Haufen geworfen. Wenn Sie vorher eine vernünftige Planung hatten, dann können Sie bei einer Störung schneller reagieren und gegensteuern. Deshalb ist es wichtig, das Ziel zu kennen. Nur dann merken Sie, ob Sie vom Weg abgekommen sind.

Für Sie als Entrepreneurin oder angehende Unternehmerin ist finanzielle Planung wichtiger denn je.

3. Schritt: Finanzplanung: Ihr Routenplaner für den Finanz-Erfolg im eigenen Business

Bei der Finanzplanung geht es darum, Ihre Ziele konkret in Zahlen auszudrücken. Sie ist die finanzielle Übersetzung Ihrer Lebensplanung. Sie können das mit einem Routenplaner vergleichen. Für den Weg zum nächsten Supermarkt werden Sie ihn nicht benötigen. Bei einer weiten Reise und über einen längeren Zeitraum kann er sehr hilfreich sein. Vielleicht sogar überlebensnotwendig. Er ist ein angenehmer Helfer, um entspannt und schnell zum Ziel zu gelangen.

Um Ihren Helfer optimal nutzen zu können, müssen Sie ihn mit Zahlen, Daten und Fakten füttern. Dazu gehören am Anfang Ihre Zielvorgaben. Genau wie beim Navi im Auto: Da müssen Sie auch eine Adresse eingeben, um ans Zeil zu kommen. Im Business muss Ihr Routenplaner eng mit Ihrer Buchhaltung und mit Ihrer Liquiditätsplanung verzahnt sein.

Im privaten Bereich brauchen Sie genauso Ihren Routenplaner. Gerade das wird leicht vernachlässigt.

Eigenvorsorge: Ohne Finanzplanung kaum lösbar

Die private Finanzplanung führt in Deutschland  ein Nischen-Dasein. In anderen Ländern sieht das anders aus. Da gibt es  keinen patriarchalischen „Vater Staat“, der seine Bürgerinnen und Bürger „vorsorglich“ behütet. Auch keine gesetzliche Rentenversicherung, oft nicht mal eine private. Im überwiegenden Teil der restlichen Welt stand die Eigenvorsorge schon immer im Vordergrund. Deshalb war dort auch schon immer die Finanzplanung so wichtig.

Auch in Deutschland sind die alten Zeiten vorbei. Ohne private Altersvorsorge führt der Weg in die Altersarmut.

Mein Tipp: Investieren Sie in eine professionelle Finanzplanung

Wenn Sie zukünftig aus dem sozialen System ausscheren , müssen Sie logischerweise für sich selber sorgen. Deshalb spielt auch die private Finanzplanung ein große Rolle. Dazu gehören die Ruhestandsplanung, die Einkommensvorsorge und die Hinterbliebenenabsicherung. Aus meiner Erfahrung profitieren gerade die Entrepreneurinnen von einer soliden Zahlenbasis und Planungsgrundlage, die sie bei Bedarf anpassen können.

Liquiditätsplanung: Liquidität vor Rentabilität

Die Liquiditätsplanung ist ein Teil der Finanzplanung. Gerade in der Startphase nimmt sie einen besonderen Stellenwert ein Deshalb habe ich sie hier gesondert berücksichtigt.

Liquidität bedeutet, dass Sie genügend Geld zur Verfügung haben, um Ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bezahlen. Oder mal ganz schlicht formuliert: Ohne Moos nix los.

Zu den Verbindlichkeiten können Rechnungen von Lieferanten für Werbung, Büro-Miete oder Hosting-Kosten für Ihre Homepage gehören. Für Entrepreneurinnen kann da eine beträchtliche Summe zusammenkommen.

Auch wenn das Geschäft brummt: Mit der Liquidität kann es ganz anders aussehen.

Wenn die Zahlungsmoral Ihrer Kundinnen zu wünschen übrig lässt, reichen volle „Auftragsbücher“ nicht aus. Dann kann es trotzdem zum Engpass kommen. Wenn Sie nun kurzfristig Ihre Rechnungen und Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen können, haben Sie ein Problem.

 

4. Schritt: Buchhaltung und Steuern vernünftig organisieren

Buchhaltung und Steuern gehören zu den wenig geliebten aber besonders wichtigen Finanzaufgaben. Da überrascht es kaum, dass viele Selbständige ihre Buchhaltung vor sich herschieben und häufig hoffnungslos im Rückstand sind. Ich muss gestehen, dass auch für mich die Buchhaltung nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört.

Mein Tipp:  Buchhaltung organisieren und Stressfaktor reduzieren

Wer den Stressfaktor beim Thema Buchhaltung reduzieren möchte, kann einen Großteil der unliebsamen Aufgaben an ein Buchhaltungsbüro oder eine Steuerkanzlei delegieren. Dort wird Ihnen die Kontierung von Belegen und die Abgabe der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung abgenommen. Außerdem erhalten Sie regelmäßig die betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Diese wollen Banken regelmäßig sehen, wenn Sie einen Gründungskredit in Anspruch nehmen. Diese BWAs verschaffen Ihnen einen guten Überblick über Ihre finanzielle Situation.

Das hat allerdings auch seinen Preis: Je nach Anzahl der Belege etwa 100 Euro im Monat. Außerdem besteht die Gefahr, dass Sie mit der Kontrolle Ihrer Zahlen nicht auf dem Laufenden sind, wenn die Buchungen und BWAs nicht zeitnah erfolgen.

Deshalb empfehle ich gerade in der Anfangsphase die Buchhaltung zumindest teilweise und/oder mit qualifizierter Unterstützung selbst zu machen. Das hat den Vorteil, dass Sie die Zahlen besser im Blick behalten und meistens ist es auch noch kostengünstiger.

5. Schritt: Absicherung und Einkommensvorsorge

Bei den drei wichtigsten Versicherungen geht es um die Absicherung Ihrer Gesundheit und Ihrer Arbeitskraft und Ihres Einkommens. Dazu gehören:

Kranken- und Pflegeversicherung

Diese beiden Versicherungen sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben – auch für Selbständige.
Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit können Sie nun jedoch wählen, ob Sie sich privat oder gesetzlich krankenversichern möchten.

Krankentagegeld: die Absicherung Ihrer Arbeitskraft

Finanzberaterin Konni erklärt Vorsorgepyramide von Vermögen & ZukunftDa Sie keinen Arbeitgeber haben, haben Sie auch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Selbstständige haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld.

Krankheitsbedingte Ausfälle können dann schnell existenzbedrohlich werden. Deshalb brauchen Sie eine Absicherung: entweder ein Krankengeld in der gesetzlichen Krankenversicherung  oder eine private Krankentagegeldversicherung.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine der wichtigsten Absicherungen, weil sie die eigene Arbeitskraft absichert. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst für sein Einkommen sorgen kann, ist auf Unterstützung angewiesen.

Was passiert dann? Die gesetzliche Absicherung reicht auch bei Angestellten nicht. Die sogenannte Erwerbsminderungsrente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung sichert nur ungefähr ein Drittel des Gehalts ab. Bei Ihnen als Entrepreneurin in Vollzeit würde die Absicherung ganz entfallen. Dann bliebe nur Harz IV ohne lebenslang ausreichendes Vermögen. Eine Katastrophe.

Davor schützt Sie nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Für den Abschluss empfehle ich die Beratung durch eine erfahrene Versicherungsmaklerin. Eine Versicherungsmaklerin ist verpflichtet, im Dienst ihrer Kundin zu beraten und zu empfehlen. Die Kriterien der Vorauswahl müssen offen gelegt und die Wünsche der Kundin ausführlich dokumentiert werden. Zudem unterliegen Versicherungsmaklerinnen weitreichenden Qualifikation- und Weiterbildungsvorschriften. Bei Vorerkrankungen können sie für ihre Kundinnen Risikovoranfragen stellen und Angebote einholen.

Starten Sie als Wiedereinsteigerin oder im Nebenerwerb?

Auch dann sollten Sie Ihre Arbeitskraft absichern. Für Sie als Selbstständige ist Ihre Arbeitskraft das größte Vermögen. Auch wenn Ihr Partner oder Ehemann zurzeit noch der Familienernährer ist: Das kann sich ändern. Statistisch gesehen leider bei fast jeder zweiten Ehe. Das ist ein von Frauen häufig unterschätztes Risiko.

Je später Sie Ihre Arbeitskraft absichern, desto teurer wird der Beitrag. Das Eintrittsalter bestimmt neben Beruf und Vorerkrankungen nämlich entscheidend den Beitrag. Deshalb: Je früher desto günstiger.

Versicherungen: eine Kosten-Nutzen-Rechnung

Die Kosten  durch einen Rechtsstreit oder einen Unfall können Ihr Unternehmen und Ihre finanzielle Existenz ruinieren. Andererseits können Versicherungen gerade zu Anfang Ihre dringend benötigte Liquidität auffressen. Deshalb will es gut überlegt sein, was Sie versichern und wie hoch Sie sich versichern. Auch dabei kann Ihnen eine unabhängige Versicherungsmaklerin professionelle Unterstützung bieten.

Alle anderen Versicherungen müssen dann konkret auf Ihre Bedarfssituation angepasst sein. Wenn Sie anfangs noch keine Rücklagen haben, ist der Absicherungsbedarf höher.

6. Schritt: Ruhestandsplanung

Das Thema Alter ist bei den meisten Menschen negativ belegt. Altersvorsorge bedeutet für sie Alter vor Sorge und wird deshalb gerne verdrängt. Oft höre ich Sätze wie: „Ich lebe doch heute und nicht später.“ Eine Freundin meinte kürzlich sogar: „Ach meine Kinder werden mich später schon unterstützen.“ Eine ganz schöne Belastung für die Kinder. Und ein Leben in Hoffnung.😉

Aufschieberitis: Sorge vor Alter

Doch auch viele, die das Thema wichtig finden, schieben es auf die lange Bank. Oftmals sind immer wieder wichtigere Dinge zuerst an der Reihe. Bis es zu spät ist. Frauen neigen leider dazu, sich selbst hinten anzustellen. Das rächt sich dann im Alter. Behalten Sie deshalb Ihre finanzielle Zukunft im Blick. Am besten, Sie fangen gleich am ersten Tag Ihrer Selbstständigkeit an, Rücklagen für den Ruhestand zu bilden.

Ruhestandsplanung: Genuss ohne Reue statt Alter vor Sorge

Nehmen Sie doch dem Thema Altersvorsorge ein bisschen die Schwere: Nennen Sie es lieber Ruhestandsplanung. Auch für Selbstständige gibt es eine Zeit,  in der sie gerne weniger arbeiten und mehr leben, reisen und genießen. Im Gegensatz zu Angestellten, entscheiden Sie selbst über diesen Zeitpunkt und wie Sie den Übergang gestalten.

Das Thema Altersvorsorge ist sehr komplex und bekommt ständig neue Aspekte. So wie die aktuell diskutierte Zwangsvorsorge für Selbstständige. Wer diese Zahlungen nicht leisten kann, hat ein Problem. Setzen Sie sich deshalb besser rechtzeitig mit den Zahlen auseinandersetzen.

7. Schritt: Vermögensaufbau

Finanzberaterin Konni zeigt auf drei Schwarschweine für Urlaub, Auszeit und FortbildungUm es gleich vorweg zu nehmen: Die Altersvorsorge ist ein Bestandteil des Vermögensaufbaus. Sie ist der Teil des Vermögens, der für den Ruhestand reserviert ist.

Beim Vermögensaufbau geht es jetzt um weitere finanzielle Ziele. Das kann die Ausbildung Ihrer Kinder oder Ihre eigene Weiterbildung sein. Für Sie als Entrepreneurin ist Vermögensaufbau ein wichtiger Baustein. Für Ihren Finanz-Erfolg im eigenen Business sollten stets die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Denn Ihre Einkünfte können schwanken. Dann brauchen Sie Rücklagen. Auch privat.

Schatzsuche oder Strategie?

In Sachen Vermögensaufbau sind Anlegerinnen oft wie Schatzsucher unterwegs: Auf der Suche nach lukrativen Finanzprodukten wird wenig Augenmerk auf Strategie und Planung gelegt. Es wird hier mal geschaut und dort mal  probiert. Immer auf der Suche nach dem höchsten Zins. Fast wie die Suche nach dem heiligen Gral.

Was Zinsen bringt, das gilt als sicher. Was mit Aktien zu tun hat, das ist Teufelszeug. So äußerte sich kürzlich eine gute Bekannte. Sie hortet ihr Geld auf einem Bausparvertrag. Weil sie ja auch ein Haus hat. Zinsen gibt es da keine mehr. Aber hohe Abschlussgebühren. Das Darlehen braucht sie nicht. In ihrem Alter will sie sich nicht mehr verschulden. Bausparverträge sind ihr bekannt. Wahrscheinlich hatten schon ihre Eltern einen Bausparvertrag. Aktien dagegen nicht. Deshalb sind Aktien Teufelszeug.

Das Spar- oder Anlageverhalten folgt häufig einfachen Regeln. Oft sind es die Regeln, denen schon die eigenen Eltern gefolgt waren. Nur sind die jetzt häufig nicht mehr hilfreich. Deshalb benötigen Sie jetzt neue Regeln. Solche, die für Sie passend, nützlich und geeignet sind. Nehmen Sie sich die Zeit, solche Regeln zu definieren, anstatt gleich loszugalloppieren.

Finanz-Erfolg im eigenen Business: Auch mal alte Zöpfe abschneiden

Finanz-Erfolg im eigenen Business, das heißt auch Veränderungen zulassen und innovativ sein. Dafür müssen Sie sich von alten Zöpfen befreien. Das kann schmerzhaft sein. Im Business und auch privat.  Sie können es sich nicht leisten, dass Ihr Geld auf dem Sparbuch oder im Bausparvertrag von der Inflation vernichtet wird. Ebenso wenig können Sie sich waghalsige Spekulationen erlauben. Genauso kann es Ihrem Finanz-Erfolg im eigenen Business sehr scheiden, wenn Ihre Lebenshaltungskosten zu hoch sind. Nicht selten fließt zu viel Liquidität in die Privatentnahmen. In wirtschaftlich schlechteren Zeiten kann Ihnen das schnell zum Verhängnis werden.

Vermögensaufbau und Konsum strategisch planen

Wenn Sie langfristig erfolgreich sein wollen, brauchen Sie eine strategische Vorgehensweise  Ganz egal, ob Sie den Hausbau oder den Vermögensaufbau in Angriff nehmen: Sie brauchen einen Plan. Beim Vermögensaufbau geht es darum, eine kostengünstige langfristige Vermögensaufteilung zu finden, die Sie Ihren Zielen näher bringt. Auch Ihre Wünsche und Werte und vor allem Ihre finanzielle Risikobereitschaft müssen sich darin wieder spiegeln. Das ganz sollte dann noch so einfach wie möglich und so kompliziert wie nötig gestrickt sein. Dann können Sie sich beruhigt auf Ihr Business konzentrieren und weiter für den erfolgreichen Aufbau Ihres Unternehmens wirken.

Dabei kann eine gute Finanzplanung und Beratung genau die richtige Anschub-Investition sein. 😉

Auf alle Fälle wünschen ganz viel Finanz-Erfolg im eigenen Business und viel Inspiration und Spaß beim Planen und Entwickeln.

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