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finanziell erfolgreiche jubelnde junge Frau

Der Jahresanfang ist klassisch die Zeit der guten Vorsätze. Damit es in diesem Jahr mit der Umsetzung auch wirklich klappt, startet der Vermögen & Zukunft Finanzblog mit 7 Tipps für Ihre finanzielle Erfolgsstrategie. Natürlich können Sie zu jedem späteren Zeitpunkt einsteigen, wenn Sie auf den Beitrag aufmerksam werden. Dann eröffnen Sie Ihr eigenes Finanzerfolgsjahr am 1. März oder am 1. Juli. 😉

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Gute Vorsätze 2020: 7 Tipps für Ihre finanzielle Erfolgsstrategie

Finanzplanung, Altersvorsorge und Sparen gehören allgemein nicht zu den beliebtesten Themen. Wage ich zu behaupten. 😉 Trotzdem stehen Sie unter den Top Ten der guten Vorsätze. So sagen es zumindest die Umfragen.

Mit der Umsetzung ist es aber nicht so einfach. Es braucht Disziplin, um sich der lästigen Finanzthemen anzunehmen. Vor allem bei der Altersvorsorge …

Das Alter ist meistens noch weit weg. Selbst wenn wir schon Anfang 50 sind. Denn die 50-Jährigen von heute sind ja die 30-Jährigen von früher. Doch das Thema Altersvorsorge wartet leider nicht darauf, bis wir uns auch so alt fühlen, wie wir sind. Und bis 80 zu arbeiten, ist auch nicht wirklich schick. Deshalb geht es heute und in Zukunft darum, wie Sie Ihre finanzielle Erfolgsstrategie auch wirklich umsetzen und wie Sie motiviert am Ball bleiben.

…. Und nun zu den Tricks:

1. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Das Money Mindset überprüfen

Money-Mindset-WordcloudIch muss mich endlich um meine Altersvorsorge kümmern. Die Steuererklärung muss ich auch noch machen. Ich muss endlich einen Sparplan einrichten und viele mehr …

Sie wissen ja selbst, was Sie so alles Müssen … Gerade als Frauen … 😉

Doch müssen Sie wirklich? Oder wollen Sie jetzt etwas ändern? Wollen Sie endlich neue und bessere Erfahrungen machen? Vielleicht noch etwas lernen und sich danach für die eigenen Erfolge anerkennen? Das wäre doch eine großartige Sache.

Wollen statt müssen

Streichen Sie am besten das Wort „müssen“ ganz aus Ihrem Denk- und Sprachgebrauch. Damit bringen Sie Ihr finanzielles Mindset auf ein ganz neues Level. Sonst fahren Sie weiterhin auf dem Leidensweg der Fremdbestimmung. Sie sitzen auf dem Beifahrersitz, während andere das Steuer Ihres Lebens in deren Händen halten. Sie wollen Ihre finanziellen Angelegenheit jetzt ja regeln. Was gestern noch ein „Muss“ war, ist heute eine Herausforderung – selbstbestimmt und aus eigenem Willen. Bingo. 😉

Raus aus der Perfektionismus-Falle

Superwoman-Perfektionismus-FalleGerade Frauen neigen dazu, alles perfekt machen zu wollen. Doch die Angst, Fehler zu machen kostet wertvolle Zeit und damit Geld. Gerade die Detailverliebtheit und die Übergenauigkeit erzeugen leicht einen Tunnelblick. Dabei geht schnell der Überblick verloren. Das ist einer der Gründe, weshalb Bücher oft nicht wirklich hilfreich sind. Sie sind immer eine Gratwanderung zwischen sinnvoller Komplexitätsreduzierung und stereotyper Vereinfachung.

Eine individuelle Lösung, die genau auf Ihren Bedarf und Ihre persönliche Situation zugeschnitten sind, werden Sie in einem Buch oder einem Online-Kurs kaum finden. Die müssen Sie sich selbst zusammen basteln. Nicht einfach, wenn die Informationen allgemein gehalten und meist auch noch schwer verständlich sind. Gerade dabei kann der Perfektionismus sehr hinderlich sein. Er führt zu einem Tunnelblick mit der Gefahr, sich in Details zu verlieren.

Fazit: Erlauben Sie sich auch den ein oder anderen Fehler, ein bisschen Learning by Doing und Trial-and-Error. Angeblich soll Edison Hunderte von Glühbirnen zerstört haben, bevor dann endlich eine brannte. Und Christoph Kolumbus hat ja quasi Amerika auch nur aus Versehen entdeckt. 😉

Commitment in eigener Sache

Nur um Wollen statt Müssen allein, geht es aber auch nicht. Es geht auch um Commitment: Für die eigene Vorsorge einstehen und das Wohlergehen in der Zukunft sichern, das ist Commitment in eigener Sache. Vor allem für Frauen noch immer ungewohnt. In unserer Sozialisation haben wir Frauen eher gelernt, für andere zu sorgen. Jetzt steht die Eigenvorsorge auf dem Plan. Das wissen wir ja auch. Trotzdem scheitert es allzu oft an konkreten Zielen und Maßnahmen. Vor allem aber an der Umsetzung. Doch das werden Sie ab jetzt ja ändern. 😉

Übrigens: Die meisten Männer freuen sich, wenn ihre Frauen endlich Interesse für Finanzthemen zeigen. Zumindest erlebe ich es so, wenn ich Paare berate.

Die inneren Geldsaboteure

Ein weiterer Aspekt Ihres finanzielles Mindset: Die fiesen kleinen Geldsaboteure sitzen leider in unseren eigenen Köpfen. Das gilt auch für die Finanzen. Ob Sie das Thema Finanzen lästig, langweilig oder sogar beängstigend finden, ist einzig und allein eine Frage Ihrer persönlichen Bewertung. Was für Sie persönlich eine Qual ist, kann für andere eine besondere Herausforderung sein. Es kommt eben immer auf den Standpunkt und auf den Blickwinkel an.

Selbst wenn Sie mir in diesem Punkt jetzt zustimmen, ist es noch immer nicht ganz einfach, aus der Bewertungsfalle wieder heraus zu kommen. Das Gehirn liebt alte Gewohnheiten, denn jede Veränderung kostet Energie. Bleiben Sie wachsam und achten Sie auf Ihre Gedanken und Worte. Dann wird es auch gelingen. Sie schaffen das. 😉

2. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Machen Sie einen Plan

Finanzielle Ziele planenProkrastination oder Aufschieberitis ist in erster Linie eine lästige Angewohnheit. Machen Sie sich am besten jetzt gleich im Januar eine Planung und setzen Sie sich Ziele. Seien Sie dabei sehr konkret. Das Ziel „nächste Woche einen Finanzratgeber kaufen“ ist nicht sehr konkret. Sie glauben gar nicht, wie viele Finanzratgeber auf deutschen Nachtschränken schlummern oder nie gekauft wurden. 😉

Konkrete Ziel sind weit mehr als nur gute Vorsätze nach dem Motto: In diesem Jahr kümmere ich mich endlich um die Altersvorsorge. Ziele dagegen haben besondere Eigenschaften. Dazu gehört, dass sie messbar sind. Sie sind mit einem konkreten Datum oder mit einer Frist versehen. Außerdem haben Sie konkrete Ergebnisse, die Sie mit Ihnen erreichen wollen.

Mögliche Ziele: Renten-Check mit Ermittlung der Versorgungslücke, Ermittlung des monatlichen Sparbedarfs oder Versorgungslücke im Krankheitsfall. Mit Ort und Datum und Ergebnis. Die SMART-Formel biete Ihnen Hilfestellung bei der Suche nach den Zielen: Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Dann stehen die Chancen gut, dass es auch funktioniert. 😉

3. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Legen Sie konkrete Maßnahmen fest

Im nächsten Schritt stehen dann die Handlungen und Maßnahmen zu Erreichung Ihrer Ziele auf dem Plan. Schauen Sie dabei, was für Sie passt und was für ein Typ Sie sind. Sind Sie die Autodidaktikerin, die sich Wissen gerne selbst aneignet? Erstellen Sie gerne To-do-Listen. Oder brauchen Sie einige Anstupser und die für Sie passenden Empfehlungen? Dann könnte ein Finanzcoaching für Sie der richtige Starthebel sein. 😉

Auch die Finanzplanung ist eine komplexe Angelegenheit. Sie lässt sich mit dem Taschenrechner nicht bewältigen. Schon allein wegen unseres komplexen Steuersystems. Deshalb ist es sinnvoll, die Finanzplanung zu delegieren. Dann haben Sie eine solide Informations- und Entscheidungsgrundlage für Ihre weitere Planung.

4. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Beginnen Sie sofort!

Time is Money - Zeit ist GeldJetzt oder nie: Laut der 72-Stunden-Regel sollten sie genau in diesem Zeitraum loslegen. Sonst geht die Wahrscheinlichkeit gegen null, dass Sie überhaupt noch anfangen. Alles, was nicht innerhalb der ersten drei Tage umgesetzt oder zumindest angefangen wird, fällt meistens der Aufschieberitis zum Opfer. Deshalb beginnen Sie am besten sofort.

In meinen Finanz-Coachings vereinbare ich mit meinen Kundinnen, dass Sie mir am dritten Tag ein E-Mail schicken und ganz kurz und knapp schreiben, wie es mit der Umsetzung gelaufen ist. Auch wenn es nur ein einziger Satz ist, doch es wirkt. Eine Klientin brachte es mal sehr treffend auf den Punkt: „Ihnen gegenüber ist mein Commitment einfach größer als mir selbst gegenüber.“ Traurig aber wahr, doch so geht es den meisten von uns. 😉

Schreiben Sie sich auch gleich noch eine To-do-Liste für den nächsten Tag, die nächste Woche und den nächsten Monat. Am besten so detailverliebt und konkret wie möglich: Unterlagen, Informationen, Termine, Ansprechpartnerin, Maßnahmen und alles, was wichtig sein könnte. Und immer schön dranbleiben. 😉

5. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Gliedern Sie Aufgaben in Teilaufgaben und setzen Sie Deadlines und Prioritäten

Gerade komplexe Themen wie Altersvorsorge und Finanzplanung erzeugen schnell das Gefühl von Überforderung und von Unsicherheit. Solche Fragen wie: „Wo soll ich bloß anfangen?“ Oder: „Wie gehe ich am besten vor?“, sind echte Erfolgskiller. Das würde mir selbst bei der Finanzplanung wahrscheinlich nicht besser gehen, wenn ich es nicht tagtäglich für andere machen würden.

Deshalb bekommen meine Kundinnen ganz konkrete Aufgabenlisten, welche Informationen und Unterlagen für die Finanzplanung benötigt werden. Außerdem gibt es natürlich einen Termin und eine Deadline. Das ist der Zeitpunkt, an dem ich spätestens die Unterlagen benötige, um die Finanzplanung termingerecht erstellen zu können. Diese Vorgehensweise empfehle ich bei der Do-it-yourself-Methode. Zerlegen Sie den großen Komplex in Teilaufgaben und setzen Sie sich selbst Deadlines.

Auch Prioritäten setzen, ist ein wichtiges Werkzeug, um Aufgaben sinnvoll anzugehen. Bei mir steht ganz vorne an die Absicherung der eigenen Arbeitskraft, des Einkommens und der Familie. Danach steht die Ruhestands- und Finanzplanung an. Last but not least kommt der Vermögensaufbau. Alles Step-by-Step. So empfehle ich es auch meinen Kundinnen und habe mit dieser sehr strukturierten Vorgehensweise beste Erfahrungen gemacht.

6. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Suchen Sie sich Unterstützung

Absicherung-Vorsorge-Vermögensaufbau-PyramideWie bereits erwähnt ist das Commitment anderen gegenüber meistens größer als für sich selbst. Tauschen Sie sich mit anderen aus. Nutzen Sie den Teamspirit. Das Ihre Vorhaben sehr beschleunigen. Allerdings kann der Austausch auch dysfunktional wirken, wenn statt gegenseitiger Motivation eher Konkurrenzdruck oder Miesmacherei an der Tagesordnung sind. Dann vergeht schnell die Lust. In solchen Fällen empfehle ich, schnellstens wieder die Flucht zu ergreifen. 😉

Auch Online-Gruppen können manchmal eher bremsen, wenn negative Erfahrungen im Fokus stehen. Das wirkt eher demotivierend. Der Informationsgehalt ins solchen Gruppen ist oft begrenzt: Mehr Meinungsaustausch als Informationsgehalt. Das ist schade. Doch wir neigen alle irgendwie dazu, von uns auf andere zu projizieren und eher Negative zu sehen.

Genau deshalb war es ein wichtiger Bestandteil in meiner Ausbildung zum FCM Finanz Coach®, die eigenen Projektionen zu erkennen. Nur so ist es möglich, die Bedürfnisse einer Kundin und meine eigenen Bedürfnisse auseinanderzuhalten. Viele kluge Ratgeber schaffen das leider nicht. 😉

Auch für die Finanzplanung ist es sinnvoll, kompetente Unterstützung auf Honorarbasis in Anspruch zu nehmen. Das ist ohne Vorwissen und entsprechende Software kaum zu leisten. Überlegen Sie sich am besten einen Plan B, falls es mit der Do-it-yourself–Methode doch nicht so gut läuft. Je genauer und konkreter Sie bei der Planung sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie von Ihren Plänen abweichen.

7. Tipp für Ihre guten Vorsätze: Sich selbst anerkennen

Anerkennung aus meiner Sicht ein ganz wichtiger Tipp. Wir neigen dazu, immer alles negativ zu sehen, zu kritisieren und mit uns selbst unzufrieden sein. Doch oft sind es gerade die kleinen Erfolge, die uns wirklich nach vorne bringe. Gerade die werden oft übersehen. Ich habe selbst einige Jahre ein Anerkennungs- und Wachstumsbuch geführt. Darin habe ich jeden Tag drei Dinge notiert, für die ich mich anerkenne und drei Dinge, für die ich dankbar bin. Momentan ist es wieder etwas in Vergessenheit geraten, weil in den letzten Monaten sehr viel los war. Also Zeit für einen Kurswechsel zum Jahresanfang. Was schon einmal geklappt hat, kann ja nicht so schwer sein. 😉

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Ich wünsche Ihnen ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2020 und

kommen Sie gut durch den Finanz-Dschungel! 😉

Herzlichst

Ihre

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