Brauchen Frauen eine eigene Vorsorgeplanung?

Ja unbedingt,

die Vorsorgeplanung gehört zu den wichtigsten aber auch schwierigsten Themen, die Frauen und ihre Familien heutzutage bewältigen müssen. Das hat im Wesentlichen drei Gründe:

3 Gründe, warum Vorsorgeplanung ein Frauen-Thema ist

1. Grund für die Vorsorgeplanung:  Die steigende Lebenserwartung

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der Geburtenrückgänge in den letzten Jahrzehnten hat sich die demografische Struktur in Deutschland total verändert. Immer weniger junge Menschen müssen für die Renten einer immer größer werdenden Rentner-Generation aufkommen.

Alterspyramide im Gedanken an das Thema Vorsorge

Die Alterspyramide, die früher wie ein Tannenbaum aussah, hat sich inzwischen komplett umgekehrt. Das hat natürlich negative Konsequenzen für die Rentenhöhen, denn die wenigen jungen Menschen können die Beiträge gar nicht mehr aufbringen.

Die steigende Lebenserwartung hat auch noch einen anderen Aspekt: Dadurch, dass die Menschen immer älter werden, steigt auch das Risiko einer Pflegebedürftigkeit im Alter im weiter an. Deutschland hat bereits heute eine riesiges Pflegeproblem und alle die irgendwie später noch einigermaßen menschenwürdig gepflegt werden wollen, müssen sich zwangsläufig schon frühzeitig mit diesem Thema auseinander setzen.

3. Grund für die Vorsorgeplanung: Neue Familienmodelle

Auch das klassische Familienmodell hat sich rapide geändert. Oftmals reicht heutzutage ein Einkommen nicht mehr aus, damit die ganze Familie einen guten Lebensstandard führen und gleichzeitig auch noch die Vorsorgeverträge bezahlen kann. Selbst wenn beide Ehepartner arbeiten, ist oftmals das Budget noch knapp.

Zudem setzt der Gesetzgeber im Fall einer Trennung und Scheidung auf die Eigen-Vorsorge. Das bedeutet dass nach einer Scheidung jeder Ehepartner wieder für sich selber finanziell sorgen muss. Das bekommen vor allem Frauen zu spüren. Während eine Frau früher über die Familie relativ gut abgesichert war, ist dieses Sicherheitskonzept kollabiert. Die Sicherheit durch die Familie besteht nicht mehr.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass sich auch Frauen und zwar am besten so früh und jung wie möglich, mit dem Thema Vorsorge auseinandersetzen.

2. Grund für die Vorsorgeplanung: Die veränderten sozialen Rahmenbedingungen

Die Lebensbedingungen im sozialen Umfeld haben sich in den letzten Jahrzehnten gravierend geändert. Während noch vor wenigen Jahrzehnten in Deutschland der Sozialstaat in weiten Bereichen gut für seine Bürgerinnen und Bürger gesorgt hat, müssen heutzutage die Menschen viel stärker auf privater Eigenvorsorge setzen. Dazu gehört vor allem der Bereich der Altersvorsorge, aber auch die Absicherung bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit.

Die 4 Bereiche der Vorsorgeplanung

Wenn Sie bei der Vorsorgeplanung kostspielige Fehler vermeiden wollen, ist es sinnvoll so früh wie möglich damit anzufangen und systematisch vorzugehen. Der frühzeitige Beginn sichert Ihnen einen günstigen Beitrag und vor allem den Gesundheitszustand.

Mit jedem Jahr Warten, steigt das Risiko einer Vorerkrankung. Oft empfinden Sie als Betroffene solche Erkrankungen als Lappalie. Versicherungsgesellschaften sehen das bei der Risikoprüfung jedoch ganz anders. Deshalb sollten Sie im Zweifelsfall immer eine Risikovoranfrage machen, bevor Sie einen konkreten Antrag stellen.

Vorsorgeplanung in 4 Schritten:

  1. Schritt: Einkommensvorsorge und Arbeitskraftabsicherung

  2. Schritt: Ruhestands- und Altersvorsorge

  3. Schritt: Hinterbliebenenvorsorge

  4. Schritt: Pflegevorsorge

Um bei diesen komplexen Themen die richtigen Entscheidungen treffen zu können, ist es wichtig, dass sie sich frühzeitig und intensiv damit befassen. Dabei geht es gar nicht unbedingt darum, dass Sie jetzt zehn Bücher zum Thema Vorsorge und Finanzen lesen und viele Ratschläge und Meinungen einholen. Es ist viel wichtiger, dass Sie zu allererst über Ihre eigene Strategie und Lebensplanung nachzudenken

Ein Vorsorgeprodukt ist immer nur so gut, wie es Ihren Zielen dient und für Sie einen Nutzen erbringt. Vielleicht wissen sie im Moment noch nicht, wie Ihr Leben konkret weitergeht, wann und wo sie die erste Stelle nach dem Studium finden werden oder wann ihr erstes Kind geboren wird.

Auch die Lebensdauer einer Ehe ist heutzutage nicht mehr exakt planbar. Doch gerade deshalb ist es wichtig, dass Sie auch als Frau für eine ausreichende Vorsorge einzuplanen und die im Budget auch als feste Größe zu definieren. Sonst laufen Sie Gefahr dass das Geld hinterher dafür nicht mehr da ist. Wenn Ihr Einkommen im Kopf erst einmal “verkonsumiert” ist, bleibt kaum Spielraum für Altersvorsorge und  andere wichtige Vorsorgemaßnahmen. Deshalb ist es so wichtig das ist ganz früh berücksichtigen.

So wichtig wie das Thema Vorsorgeplanung beim Berufsstart ist, so wichtig bleibt es dann auch in Ihrem weiteren Leben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Vorsorge auch von Zeit zu Zeit mal wieder auf den Prüfstand stellen.

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