Zinsen 2025: Warum sorgloses Tagesgeld-Hopping Ihr Vermögen gefährdet

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von Kornelia Rendigs | veröffentlicht am 31. Juli 2025 | aktualisiert am:  27. Aug. 2025

„Wollen wir mal hoffen, dass die Zinsen noch weiter steigen“, meinte Hanna und beendete das Telefonat. Endlich wieder Zinsen auf dem Konto! Hannas Vorfreude erinnerte mich an das Warten auf die Bescherung früher.

Noch mehr Inflation? Schoss es mir dagegen durch den Kopf. Warum sonst sollte die EZB die Zinsen erhöhen? Das fehlte noch!

Denn was Hanna nicht bedachte: Geldillusion.

Steigende Zinsen sind oft eine Reaktion auf hohe Inflation. Und die frisst langfristig mehr Vermögen, als sie Zinsen bringt. Steigende Inflation war das, was wir am wenigsten gebrauchen konnten in Anbetracht der Wirtschaftslage.

Die gestiegenen Zinsen wirkten beruhigend. Nicht nur bei Hanna. Die Risiken und Nebenwirkungen kann man ausblenden. Die Langzeitfolgen treten erst viel später ein. Genau wie beim Klimawandel.


Eichhörnchen-Sparen und Tagesgeld-Hopping

Hanna ist nicht allein. Kaum waren die Zinsen 2022/2023 gestiegen, erlebte das Tagesgeld-Hopping seine Wiederauferstehung. Der unerschütterliche Glaube an die Sicherheit der Banken ist ungebrochen bei den Deutschen.

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Deutsche Sparerinnen sammeln Sparbücher und Konten wie Eichhörnchen ihre Wintervorräte.

Eine meiner Kundinnen verteilte ihre Ersparnisse auf insgesamt 15 Tagesgeldkonten!

Auf der Suche nach den besten Zinsen hatte sie immer wieder neue Konten eröffnet. Zwei der Tagesgeldkonten hatte sie bei ihrer ersten Aufstellung für die Altersvorsorge- und Finanzplanung sogar vergessen.

Das Ergebnis?

Viel Aufwand, wenig Strategie – und dann wieder fallende Zinsen.


Allerdings hat eine bemerkenswerte Veränderung stattgefunden: Seit dem Corona-Jahr 2020 steht das Girokonto auf Platz 1 🏆 beim Sammeln und Horten.

Viele Deutsche machen sich gar nicht mehr die Mühe, ihr Geld auf ein Tagesgeldkonto oder Sparbuch zu transferieren. Damit wurde laut Statista nun sogar das gute alte Sparbuch auf Platz zwei verwiesen.

Statistik Geldanlagen der  Deutschen - Statista

Das große Erwachen: Wenn die Zinsen wieder fallen

Die Freude über die gestiegenen Zinsen währte nicht lange. Die Realität 2025 sieht anders aus: Die EZB hat bereits dreimal in diesem Jahr die Zinsen gesenkt – zuletzt im April 2025 auf 2,25%. Und das war erst der Anfang.


Die harten Fakten für 2025:

•             Durchschnittliche Tagesgeldzinsen sind auf 1,51% gesunken (Stand Mai 2025)

•             ING bietet Neukunden 2,5% für vier Monate, danach deutlich weniger

•             Weitere Zinssenkungen um 0,25% werden für Juni 2025 erwartet

💡

💥💰Quick-Insight: 💰💥

Bei 1,5% Zinsen und 2,5% Inflation verlieren Sie real 1% pro Jahr.

 Das sind bei 50.000€ Erspartem 500€ Kaufkraftverlust – jedes Jahr.

Warum das Eichhörnchen-Sparen gefährlich ist

Neben der Bequemlichkeit spielt vor allem die subjektiv wahrgenommene Sicherheit eine große Rolle bei der Entscheidung für das Geldhorten auf einem Girokonto, Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Dort können die Zahlen zumindest nicht kleiner werden. Keine Schwankungen, keine Verluste, sondern:

wysiwyg-what-you-see-is-what-you-get-Sparbuch

+++ Quick-Tipp #Geldanlage+++

WYSIWYG:

What you see is what you get.

Die meisten Sparerinnen schauen ausschließlich auf die Zinsen, ohne die Inflation zu berücksichtigen.

Doch: Eine Zinserhöhung auf 2 Prozent bei einer Inflationsrate von 4 Prozent bedeutet real einen Wertverlust von 2 Prozent.

Die meisten sparen trotzdem weiter, weil es bequem ist und ihnen eine Zinsgutschrift sichtbare Belohnung bietet.

Aber: Wie sicher ist Tagesgeld wirklich?

Ich denke, es gibt mehr als genug Gründe, einmal genauer hinzuschauen.

Die Sicherheits-Illusion: Wie sicher ist Tagesgeld wirklich?

Deutsche Sparerinnen haben eine sehr selektive Risikowahrnehmung. Wenn Politik, Behörden und Verbraucherzentralen - der verlängerte Arm der Politik – die Bankeinlagen als sicher deklarieren, dann sind sie sicher. Punkt. So sicher wie das Amen in der Kirche. Jedenfalls für die meisten Deutschen.

Aus ökonomischer Sicht sind Bankeinlagen, wie Ihr Sparbuch oder Tagesgeldkonto, ein unbesicherter Kredit, den Sie einem hoch verschuldeten Unternehmen gewähren. Die meisten Banken haben kaum noch 10 % Eigenkapital. Kein anderes Unternehmen könnte damit überleben. Zudem ist Ihr Tagesgeldkonto in der Regel auch noch ein Klumpenrisiko. (Es sei denn, Sie verteilen Ihre Ersparnisse auf 15 Tagesgeldkonten wie die erwähnte Kundin. 😉 )

"Das deutsche Einlagensicherungssystem ist so komplex wie unser Steuersystem – und genau das macht es riskant."

100.000 Euro pro Bank sind geschützt. Das wissen die meisten Sparerinnen. Aber wissen Sie auch, dass viele scheinbar verschiedene Banken zusammengehören? Dass Sparkassen ein völlig anderes System haben? Und dass im Krisenfall möglicherweise der Staat einspringen muss?  – Ob er das kann, ist fraglich.

Höchste Zeit, die Sache einmal unter die Lupe zu nehmen 🔎:

Das deutsche Einlagensicherung-Wirrwarr

Deutschland macht es anders. Wie immer. Während die EU ein einheitliches System anstrebt, haben wir drei verschiedene Sicherungsnetze:

Privatbanken: Die EdB-Lösung

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB)

  • Schutz: 100.000€ pro Bank und Kunde
  • Ausstattung: 0,8% der geschützten Einlagen (EU-Vorgabe)
  • Träger: Private Banken, nicht der Staat
  • Problem: Bei Systemkrise zu schwach ausgestattet

Sparkassen & Volksbanken: Das Musketier-Prinzip

drei Musketiere - Einlagensicherung bei Sparkassen und Volksbanken - vermoegenundzukunft

"Alle für einen, einer für alle"

Das Musketierprinzip der Sparkassen und Volksbanken soll dafür sorgen, dass es erst gar nicht zur Insolvenz kommen kann. An Selbstbewusstsein mangelt es den Musketieren nicht: Sie versprechen den Sparerinnen, dass deren Einlagen in unbegrenzter Höhe abgesichert sind, wenn sie dort Ihr Geld parken. Versprochen ist versprochen.

  • Schutz: Theoretisch unbegrenzt
  • System: Institutssicherung (Pleite-Vermeidung)
  • kein unmittelbarer Rechtsanspruch für Sparerinnen
  • Realität: Versprechen ohne staatliche Garantie
  • EU-Kritik: Wettbewerbsverzerrung seit Jahrzehnten

Die Extrawürste der Sparkassen und Volksbanken sind den anderen EU-Ländern ein Dorn im Auge. Denn Einlagensicherung ist totes Kapital und das kostet Geld. Der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments hatte sich jüngst gerade wieder für eine Reform der Einlagensicherung in Europa ausgesprochen. Noch kämpfen unsere Sparkassen und Volksbanken weiter für die Freiheit. Musketiere geben so schnell nicht auf.

Freiwilliger Einlagensicherungsfonds

Der Bonus für reiche Sparerinnen:

  • Zusätzlicher Schutz bei Privatbanken
  • Wird gerade reformiert
  • Nicht verpflichtend
  • Komplizierte Berechnung pro Bank
  • natürliche Personen, Stiftungen, GbRs: mind. 750.000 Euro, max. 5 Mio. Euro (max. 15 % des haftenden Eigenkapitals einer Bank)
  • nichtfinanzielle Unternehmen, Organisationen ohne Erwerbszwecke etc.: max. 50 Mio. Euro
  • Stützung der betroffenen Institute
  •  kein unmittelbarer Rechtsanspruch für Sparerinnen

Die versteckten Risiken der Einlagensicherung

Das Konzern-Problem:

Viele Marken = eine Bank = eine Sicherungsgrenze:

Der Einlagensicherungsschutz gilt pro Bank und nicht pro Konto. Manchmal treten Banken unter unterschiedlichen Namen auf oder übernehmen für andere Anbieter die Kontoführung. Dann addieren sich die Einlagen und der Einlagensicherungsschutz kann bei mehreren Konten schnell überschritten werden.


Deutsche Bank Gruppe:

  • Deutsche Bank
  • Postbank
  • DSL Bank
  • Maxblue
  • Fyrst
  • Teilweise: Trade Republic
  • Gesamt-Schutz: 100.000€ – nicht pro Marke!

Randnotiz: Am 7. Februar 2025 reichte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Klage beim Landgericht Berlin II ein. Der Vorwurf: Trade Republic werbe irreführend für seine Zinskonditionen und die Einlagensicherung der Kundengelder.


Commerzbank Gruppe:

  • Commerzbank
  • Comdirect
  • Onvista

Baader Bank Gruppe:

  • Scalable Capital
  • Zero (finanzen.net)
  • Oskar

⚠️ Praxis-Beispiel: 50.000€ bei Comdirect + 70.000€ bei Commerzbank = 120.000€ insgesamt. Schutz: Nur 100.000€!

Gesamt-Schutz: 100.000€ – nicht pro Marke!

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+++ Vermögen & Zukunft +++ +++Quick-Tipp +++ 


Klären Sie bei Tages- und Festgeld immer die Konzernzugehörigkeit, bevor Sie bei einer anderen Bank ein neues Konto eröffnen.

Die Auslands-Falle

  • Andere Einlagensicherungssysteme (oft schwächer als in Deutschland)
  • Währungsrisiken bei schwedischen oder anderen Anbietern
  • Komplizierte Abwicklung im Krisenfall
  • Wenn Sie den Anlagehöchstbetrag von 100.000 € ausreizen, sind die Zinsen möglicherweise schon nicht mehr vom gesetzlichen Schutz abgedeckt.

Consorsbank (Frankreich):

  • Französische Einlagensicherung
  • Andere Regeln, andere Risiken
  • Bei Krise: Frankreich muss zahlen
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+++ Vermögen & Zukunft+++ +++ Quick-Tipp +++

Prüfen Sie bei Tages- und Festgeld immer den Bankensitz und wie die jeweilige Sicherungseinrichtung ausgestaltet und ausgestattet ist

Schwedische Banken (z.B. Klarna):

  • Schutz in Schwedischen Kronen
  • Wechselkursrisiko
  • 2021: 104.000€ Gegenwert
  • 2024: Nur noch 92.466
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+++ Vermögen & Zukunft+++  +++Quick-Tipp +++ 

Bei Banken mit EU-Sitz aber anderer Währung den Wechselkurs im Blick behalten. Bei starken Schwankungen mindestens einmal pro Quartal prüfen!

Die 0,8%-Illusion

Nach der Finanzkrise 2008 wurde das System der Einlagensicherung in Europa grundlegend reformiert und vereinheitlicht, aber:

  • Anders als viele deutsche Sparerinnen glauben, gibt es bisher kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem in der EU. Für die Einlagensicherung und Entschädigung sind nach wie vor die einzelnen Mitgliedsstaaten zuständig.
  • Genau gesagt sind es auch nicht die Mitgliedstaaten selbst, sondern die von den Mitgliedstaaten eingeführten Einlagensicherungssysteme.
  • EU-Zielausstattung: 0,8% der geschützten Einlagen
  • Realität: Reicht für 1-2 Bankpleiten
  • Bei einer Systemkrise: Fonds leer nach der ersten großen Bank
  • Rechenbeispiel Deutsche Bank:
    • Einlagen: ~560 Milliarden€
    • Geschützt: ~400 Milliarden€
    • Nötig für EdB: 3,2 Milliarden€
    • Verfügbar: ~1,3 Milliarden€
    • Deckung: 40%

Lehman Brothers – Finanzkrise 2008: Was wirklich passierte

Die meisten Deutschen haben nicht mitbekommen, wie knapp wir 2008 am Kollaps vorbeischrammten:


Tag 1: Lehman Brothers pleite

Tag 2: AIG wackelt (größter Versicherer der Welt)

Tag 3: Geldmärkte frieren ein

Tag 4: Banken vertrauen sich nicht mehr

Tag 5: Regierungen greifen ein – oder Systemkollaps

Kein Einlagensicherungsfonds hätte das aufgefangen. Nur die Steuerzahler konnten das System retten. Kosten bis heute: Billionen von Euro und Dollar.

Die nächste Krise: Sind wir besser vorbereitet?

Was sich verbessert hat:

  • Banken haben mehr Eigenkapital
  • Strengere Regulierung
  • Bessere Überwachung
  • Abwicklungsfonds für systemrelevante Banken

Was sich verschlechtert hat:

  • Höhere Staatsverschuldung (weniger Spielraum)
  • Komplexere Finanzmärkte
  • Größere systemrelevante Banken
  • Niedrigere Zinsen = weniger Puffer

Einlagensicherung: Der Feuerlöscher für den Aschenbecher

Einlagensicherung: Der Feuerloescher für den Aschenbecher



Die EU hat seit der Bankenkrise 2008 viel unternommen, um das System wenigstens im EU-Raum zu stärken. 

Doch mit einer „Zielausstattung von 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen“ kann allenfalls eine einzelne Bank gerettet werden, je nach Größe der Bank.

Bei einer systemischen Bankenkrise – wie 2008 – reicht die Einlagensicherung nicht aus. Dann müssten wieder Staaten und Steuerzahler einspringen – sofern sie das dann noch können.


Fazit: „Der Einlagensicherungsschutz ist wie ein Feuerlöscher für den brennenden Aschenbecher. Bei einem Wohnungsbrand braucht es dann die Feuerwehr – und die heißt Staat.“

Das Vertrauen-Problem

Geld ist und bleibt Vertrauenssache. Vertrauen ist die Grundlage unseres Bankensystems. Bricht es, kann ein kleiner Zwischenfall eine Kettenreaktion auslösen. Bank Runs entstehen durch Panik, nicht durch reale Probleme. Selbst gesunde Banken überleben keinen Ansturm aller Kunden.

Die Bedeutung des Vertrauens, als typisches Merkmal der modernen Geld- und Währungsordnung, erkannte bereits 1860 der britische Journalist Walter Bagehot. In der Zeitschrift The Economist schrieb er:


„Das eigentliche Wesen unseres Banksystems ist ein beispielloses Vertrauen von Mann zu Mann. Und wenn dieses Vertrauen durch verborgene Gründe stark geschwächt wird, kann ein kleiner Zufall in größtem Maße Schaden anrichten, und ein großer Zwischenfall kann es für einen Augenblick fast zerstören.“

Walter Bagehot*

Deshalb sollten Sie in jedem Fall auch die Finanzkraft des jeweiligen Staates, in dem die Bank ansässig ist, vorher prüfen. Das Beispiel Griechenland hat uns in der letzten Krise gezeigt, dass manche Staaten sogar selbst gerettet werden müssen.

Der Preis der Finanzkrise 2008 war hoch: Noch heute leiden viele Staaten unter den Schuldenbergen und die Menschen unter der daraus resultierenden Steuerlast. Steigende Zinsen vergrößern die Probleme. Momentan spitzt sich die Lage durch drei Faktoren zu:

  • Ukraine-Krieg und die drohende Ausweitung
  • Politische Instabilität und hohe Staatsverschuldung der USA und Downgrade der Bonität
  • Staatsverschuldung Japans, Aufwertung des Yen und steigende Zinsen

Wie die Sache bei einer zukünftigen Finanzkrise ausgehen wird, wissen wir nicht. Deshalb könnte es wichtig sein, auch über Alternativen nachzudenken.

Korb mit Eiern und Euro Scheine - vermoegenundzukunft

+++ Vermögen & Zukunft+++  +++Quick-Tipp +++ 

Nicht alle Eier in einen Korb legen!

Das größte Risiko besteht darin, kein Risiko eingehen zu wollen und gleichzeitig an die Sicherheit der Banken zu glauben!

Vor allem aber sollten Sie nicht alle Eier in einen Korb legen. Selbst wenn Sie ihr Geld auf mehrere Banken verteilen. Sie bleiben im selben System. Das ist, als ob Sie in einem Pokerspiel „all in“ gehen. Setzen Sie stattdessen auf Diversifikation und wählen Sie die Karte Risikostreuung für Ihre goldenen Eier im Körbchen. 😉


Was 2025 wirklich zählt: Strategie statt Sammelwut

Statt 15 Tagesgeldkonten brauchen Sie eine durchdachte Anlagestrategie:


Die 3-Säulen-Regel für 2025:


1. Liquiditätsreserve (3-6 Monatsausgaben)

  • Ein gutes Tagesgeldkonto reicht
  • Aktuell: 2-2,5% für Neukunden (befristet)
  • Danach: 1,5% Dauerzins

2. Sicherheitsbaustein 

  • Staatsanleihen-ETFs oder Mischfonds
  • Schutz vor Inflation
  • Höhere Rendite als Tagesgeld

3. Wachstumsbaustein

  • Diversifizierte Aktienfonds/ETFs
  • Langfristig 5-7% Rendite p.a.
  • Schutz vor Geldwertverlust

Konkrete Zahlen für 50.000€:

  • Nur Tagesgeld (1,5%): 750€ Zinsen, minus 2,5% Inflation = -1.250€ real
  • Gemischte Strategie (4% Durchschnitt): 2.000€ Ertrag, minus Inflation = -250€ real
  • Ausgewogene Anlagestrategie (6%): 3.000€ Ertrag = +1.250€ real


Anlegerin am Laptop - Finanz-Check einmal pro Jahr - vermoegenunduzukunft

+++ Vermögen & Zukunft+++  +++Quick-Tipp +++ 

Finanz-Check einmal im Jahr!

Statt alle Nase lang die Zinsen zu vergleichen, machen Sie einmal im Jahr den Finanz-Check oder alternativ eine kluge Investment-Strategie.

Ihre Spareinlagen-Checkliste für 2025

✅ Sofort umsetzen:

  1. Überblick verschaffen: Wo liegt mein Geld? Was bringt es real?
  2. Kontenzahl reduzieren: Maximal 2-3 Konten pro Person
  3. Einlagensicherung prüfen: Konzernzugehörigkeit beachten
  4. Reale Rendite berechnen: Zinsen minus Inflation minus Steuern

✅ Strategisch planen:

  1. Liquiditätsreserve definieren (3-6 Monate)
  2. Anlagehorizont festlegen: Wann brauche ich das Geld?
  3. Risikobereitschaft wissenschaftlich valide bewerten
  4. Diversifikation umsetzen: Nicht alle Eier in einen Korb

✅ Langfristig denken:

  1. Jährlicher Finanz-Check (fester Termin im Kalender)
  2. Automatisierte Sparpläne einrichten
  3. Steueroptimierung nutzen (Freibeträge ausschöpfen)
  4. Professionelle Beratung bei größeren Vermögen



     Fazit: Weniger sammeln, mehr verdienen

    2025 wird das Jahr der Wahrheit für Tagesgeld-Sammler:innen. Die Zinsen fallen weiter, die Inflation bleibt hartnäckig, und wer nur auf Illusion von Sicherheit setzt, verliert möglicherweise sehr viel mehr.

    Die Lösung ist nicht kompliziert: Weniger Konten, mehr Strategie.

    Nutzen Sie Tagesgeld als Liquiditätsreserve – aber bauen Sie echtes Vermögen mit einer durchdachten Anlagestrategie auf. Denn: Geld soll für Sie arbeiten – nicht Sie für Ihr Geld.


    🚀Nächste Schritte

    Wollen Sie Ihre Finanzen 2025 endlich strategisch aufstellen? Im kostenlosen Erstgespräch analysieren wir Ihre aktuelle Situation und entwickeln eine passende Strategie.


    Welche Alternativen gibt es zum Girokonto, Sparbuch oder Tagesgeldkonto?

    Dass es auch Alternativen zum Bankkonto und Sparbuch gibt, wissen viele Anlegerinnen gar nicht. Das schauen wir uns in zwei Wochen im nächsten Blogartikel an: Welche Alternativen die ebenfalls Zinsen zahlen, gibt es im kurzfristigen Bereich und vor allem: Wie sicher sind die wirklich?

    Bleiben Sie dran – und denken Sie daran: Ihre Geldanlage sollte immer zu Ihren Zielen passen und niemals umgekehrt. Und: Sie dürfen stolz auf sich sein, wenn Sie sich aktiv um Ihr wahres Vermögen und auch um Ihr Geld kümmern!


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    Wer schreibt hier?

    Kornelia Rendigs

    Kornelia Rendigs, Ihr Frauen-Finanzcoach: Diplom-Ökonomin Leibniz Universität Hannover, Ruhestandsplanerin, zertifizierte Vorsorgeberaterin (Duale Hochschule BW Karlsruhe), FCM Finanz Coach, seit 26 Jahren als Frauen-Finanzberaterin tätig, davon seit 17 Jahren selbstständig im eigenen Unternehmen.

    Beratung und Coaching für Frauen sind meine große Leidenschaft, ebenso wie mein Interesse an wissenschaftlichen Themen: passives Investment, Finanzpsychologie und Financial Behaviour. Vorsorge-Themen und Versicherungen gehören für mich zum Pflichtprogramm, denn finanzielle Absicherung ist für Frauen genauso wichtig wie für Männer. Natürlich gehören regelmäßige Fortbildungen und Marktüberblick selbstverständlich dazu.

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